Apr 232014
 

Am Donnerstag, 3. April kamen die Testschuhe von Reebok. Es waren nagelneue Reebok ZQuick TR. Der Deal ist, dass ich die Schuhe laufen / testen soll und danach einen Bericht über meine Erfahrung mit den Schuhen schreiben soll. OK, das ist fair und wer mich kennt, weiß, dass ich kein Blatt vor den Mund nehme, nur weil ich etwas gesponsert bekomme.

Das ZQuick deutet übrigens das Z aus der Reifenbrache (> 240 km/h; das werde ich nicht packen) an. Die neue Reebok Z-SERIES-Kollektion verfolgt ein ähnliches Ziel. Sie wurde ebenfalls zur Steigerung der Schnelligkeit entwickelt. Ich dachte mir, dass das etwas am Thema vorbei ist, da der ZQuick TR ja kein Laufschuh, sondern ein Trainingsschuh ist. Aber egal.

Als das Paket kam, lag oben auf ein kurzes Begleitschreiben „Viel Spaß beim Testen“ und als ich es gelesen hatte, dachte ich mir „Schau mer mal 😈 “

Erster Eindruck

Der erste Eindruck, den die Schuhe auf mich machten, war nicht so überragend. Das lag aber schlicht und einfach daran, dass mich das Design nicht so anspricht. Ich finde, es kommt recht altbacken daher. Aber das ist Geschmacksache und über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten. Die meisten Leute, die den Schuh bei mir sahen wurden vom Design sogar sehr positiv angesprochen.

im Karton die Farben sind meins

Was mir bei dem Schuh wirklich auf Anhieb gefiel, war die Sohle. Sie ist zum einen stark segmentiert und zum anderen äußerst flexibel. Das versprach schon mal ein sehr direktes Laufgefühl und gutes Feedback vom Untergrund zum Fuß. Die Flexkerben unter dem Fußbett sollen dafür sorgen, dass sich die Zwischen- und Außensohle den Bewegungen des Fußes anpassen.

tolle Sohle

Als ich dann die Schuhe anzog und zum ersten mal darin stand, war ich doch sehr überrascht. Der Schuh fühlt sich wirklich gut an und ist ziemlich flach. Ich schätze mal die Sprengung hat 0 mm (ich habe leider keine Daten dazu). Das Gewicht des Schuhs ist bei meiner Größe (44) mit 277 Gramm durchaus angenehm (bitte nicht mit Laufschuhen vergleichen; die sind natürlich leichter).

Was negativ auffiel war die Kleinigkeit, dass das letzte Loch für die Schnürung fehlt. Ihr wisst schon, das mit dem man den Zug nach hinten bringt. Aber ich dachte mir, ich warte mal den ersten Lauf ab, denn ich wollte den Schuh laufen, auch wenn es nur ein Trainingsschuh ist.

Was ein gutes Bild machte, war das beworbene Nanoweb. Das Obermaterial macht von der Struktur her einen stabilen und reißfesten Eindruck und zudem soll es zusätzliche Stabilität und eine verbesserte Passform bieten. Klingt für mich einleuchtend, da ein stabiles Material zur Folge hat, dass der Fuß auf angenehme Weise gestützt wird.

macht einen stabilen Eindruck Mein erster Schuh von Reebok von oben

Laufen

Als ich das Werbevideo zum ZQuick gesehen habe, war klar, der Schuh muss jetzt unbedingt einen Lauf bestehen. Zwar war mir durchaus klar, dass ich die 240 km/h nicht ganz schaffen werde, aber ich nahm mir vor, zumindest einen etwas schnelleren Lauf zu absolvieren.

Der Lauf mit den Reebok war klasse. Allerdings muss klar gesagt werden, dass der Schuh nichts für Fersenläufer ist (also zumindest nicht beim Laufen). Die geringe Sprengung zwingt einen regelrecht dazu, über Mittel- und Vorfuß zu laufen und die Sohle ist auch zu dünn für das Abrollen über die Ferse. Das schmerzt einfach auf Dauer.

Wenn man bergab läuft, ist das Laufen über die Ferse OK, aber mehr sollte es wirklich nicht sein. Bergablauf ist auch das Manko bei diesem Schuh. Aufgrund des fehlenden Loches für die Schnürung, fehlt einfach der Zug nach vorne und man rutscht daher mit dem Fuß stark nach vorne weg, wenn man schnell bergab läuft. Das könnte man wirklich besser machen. Eine Kleinigkeit, die m. E. äußerst ärgerlich ist.

Auf der Geraden ist der Schuh auf dem Asphalt sehr schön zu laufen. Man merkt jedes Detail des Untergrundes und der Fuß bekommt so ideales Feedback. Einziger Haken sind die engen Ritzen zwischen den Sohlensegmenten. Läuft man über Splitt, hat man von den Steinchen relativ viele darin hängen. Das ist jetzt nicht so schön, aber auch nicht besonders schlimm.

Am Mittwoch zog ich mir den Schuh noch mal an, um nach dem Wettkampf am Sonntag einen kurzen Regenerationslauf zu machen. Der Schuh fühlte sich da wirklich herrlich an. Es war einfach gut, dass die Füße sich am Belag anpassten und den Untergrund spürten. Das half mir ungemein, den bestehenden Muskelkater abzubauen. Der Alrounder ist also für Regenerationsläufe durchaus geeignet.

Alltagsgebrauch

Da der Schuh kein ausgewiesener Laufschuh ist, sondern ein sogenannter Trainingsschuh, finde ich die Nachteile, die ich unter dem Punkt Laufen schrieb, ehrlich gesagt nicht weiter schlimm. Der ZQuick TR punktet auf jeden Fall im alltäglichen Gebrauch.
Zum einen ist der Schuh leicht und zum anderen auch wirklich sehr luftig. Das ist verdammt angenehm an den Füßen. Was den Schuh aber so richtig angenehm macht, ist die bereits oben erwähnte stark segmentierte und flexible Sohle. Darin macht das Gehen wirklich Spaß, da der Fuß aktiv gefordert wird und das ist auch gut so.
Gerade nach dem letzten Wettkampf war es eine Wohltat, diese Schuhe zu haben. Einfach Schuhe, in denen sich der Fuß wohl fühlt und sich erhohlen kann von einem Wettkampf. Dafür ist der Reebok wirklich top!
Seit ich den Schuh habe, lief ich fast jeden Tag damit herum. Egal ob beim Einkaufen, im Büro, beim Spazieren gehen; einfach überall. Was das Training angeht, ziehe ich es allerdings vor, lieber barfuß zu trainieren. Das liegt aber an der Art meines Trainings. Ich trainiere mit dem Slingtrainer und ich wüsste nicht, warum ich dabei (zu Hause) Schuhe tragen sollte 😉

Fazit

Wer einen alltagstauglichen Sportschuh sucht, mit dem man durchaus auch den ganzen Tag verbringen kann, der ist beim Reebok ZQuick TR wirklich sehr gut aufgehoben. Was mich wirklich sehr begeistert an dem Schuh, ist diese phantastische Sohle, die es einem erlaubt, auch mal einen flotten Dauerlauf hinzulegen. Wenn da diese Löcher für die Schnürsenkel nicht fehlen würden, wäre es wirklich der perfekte Alrounder.
Der Reebok ZQuick TR ist für Frauen und Männer in jeweils vier Farbwegen erhältlich. Er kann ab sofort in Deutschland, Österreich und der Schweiz im Handel sowie online bei Reebok erworben werden (UVP 99,95 €).

Gesponsert von Reebok

Friedi

Der Autor:
Seit ich endlich wieder ein Gewicht von ca. 80 kg habe, macht mir das Laufen wieder richtig Spaß. Das erste große Ziel war der Halbmarathon beim 2013er Weltkulturerbelauf; das lief hervorragend. Was jetzt kommt, weiß ich ehrlich gesagt noch nicht. Ist aber auch egal, da ich ohnehin einfach weiter machen werde. Mir geht es super seitdem ich regelmäßig Sport treibe und das soll auch in Zukunft so bleiben. Hier gibt es mehr über mich.

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