Jun 292014
 

Das war er also: Mein erster Marathon  😎

Als ich heute morgen aufstand, hatte ich ein ganz kleines bisschen Bammel vor dem heutigen Wettkampf. Das hatte wohlgemerkt nichts mit der bevorstehenden Distanz oder der geplanten Zeit zu tun, sondern einfach damit, dass sich der Schmerz im linken Bein wieder meldete und ich wirklich ein bisschen Angst hatte auszufallen. Aber das passierte ja glücklicherweise nicht. Aber eins nach dem anderen …

Ursprünglich plante ich ja, den Marathon mit einer Zielzeit von 3:40 zu finishen. Ich war einfach der Meinung, dass das für den ersten Marathon, den ich dazu noch ohne spezielles Trainingsprogramm bestritt, absolut OK wäre. Aber dann kam da eine gewisse Julia Emmler und setzte mir den Floh ins Ohr, dass ich auch 3:30 packe  und ich mich was trauen solle. Hörte ich da am Ende so eine Art „Mimimi“ heraus? Klar! Und zwar überdeutlich  😈

Nach diesem Seitenhieb setzte ich mich also mal hin und machte meine Zeittabelle neu. Also die Tabelle, die mir während des Laufes sagt, wie schnell ich wann laufen muss und bei welchem Kilometer ich welche Zeit haben muss, um bei 3:30 ins Ziel zu laufen. Von wegen Mimimi …

Heute Morgen wagte ich dann beim Frühstück ein Experiment. Elisabeth, die gute Seele unserer Lauftechnikkurse, sagte mir beim letzten Halbmarathon, dass sie vor einem Wettkampf immer so eine Art wässrigen Reis ist und sie das ganz hervorragend verträgt. Nun dachte ich mir, dass sich das nicht unbedingt kulinarisch gut anhört und das geht bei mir ja so gar nicht. Also kochte ich mir am Vortag erst mal Milchreis, den ich dann heute Morgen mit ein wenig Honig und trockenen Mangos aß. Das war eine verdammt gute Idee. Danke für den Tipp, Elisabeth!!!

An dieser Stelle möchte ich dir, Elisabeth, auch ganz herzlich gratulieren und mich für deine netten Worte im Ziel bedanken. Du hast es wieder geschafft. Wieder 1. Platz in deiner Altersgruppe beim Halbmarathon! Du bist wirklich eines meiner ganz großen Vorbilder und ich hoffe auch so fit zu bleiben!

Zurück zu mir und meinem ersten Marathon. Ich fuhr heute recht früh los und tuckerte gemütlich nach Fürth, da ich mir nicht schon beim Fahren Stress machen wollte. Dieses Mal merkte ich mir sogar so einigermaßen, wo ich parkte 😉 Ich lief locker zur Freiheit, schaute mich noch ein wenig um und schmunzelte über die ein oder andere Laufgruppe bei der Startaufstellung.

Startaufstellung :)

Um punkt 8:30 Uhr ging das Rennen los (ohne Startschuss; klappte wohl nicht). Das Wetter war, bis auf den Regen, einfach genial zum Laufen. Endlich mal ein Wettkampf ohne Hitze. Das hat was! Was ich bei diesem Marathon in Fürth wirklich absolut genial fand, war die Versorgung auf der Strecke. Wirklich alle zwei bis drei Kilometer war eine Versorgungsstation. Bei jeder Station gab es Wasser, Isogetränke, Cola und auch was zu Futtern. Bei einigen Stationen gab es zusätzlich Energy Gels von Penco. Das hat mich wirklich beeindruckt. Gerade was Isogetränke angeht, würde ich mir das auch in Bamberg zum Weltkulturerbelauf wünschen. Da bräche man sich nichts dabei ab.

Ich lief meinen Stiefel, also nach Plan und es ist wirklich so, wie man es überall liest. Da überholen dich bei Kilometer 10 oder 15 usw. Leute, die hier schon schnaufen, dass du denkst, die machen das keine 5 Kilometer mehr. Ich erinnerte mich auch an die Hinweise aus der Literatur, die letztlich alle das selbe sagen: „Lass sie ziehen, du siehst sie wieder.“ Ja, und genau so war es auch. Von den Schweratmern, die ich mir merkte, sah ich alle wieder; und zwar weit vor dem Ziel und keiner von denen war vor mir im Ziel 😈

Gestern las ich noch den Satz „ein Marathon beginnt bei Kilometer 32“. Der Satz stimmt! Ab hier beginnt der Kampf und dann heißt es einfach „Mach, was du geplant hast. Lauf einfach deinen Stiefel und hör keinesfalls auf den Schweinehund in dir, der plötzlich Morgenluft wittert!“. Nun ja, ich zog es durch und ich kam ins Ziel. Und zwar mit einer Zeit, die mich persönlich absolut zufrieden stellt. Ich beendete den Lauf mit einer Zielzeit von 3:27:30 und hatte damit den 119. Gesamtplatz und in der M40 schaffte ich immerhin Platz 32.

Vorderseite Rückseite

Ja, das war er, mein erster Marathon und ich bin mit meiner Leistung zufrieden und ich bin gerade ziemlich stolz auf mich. Der Rest interessiert mich nicht 🙂 Danke noch an meine Frau, die wegen dieser Dinge oft viel Geduld mit mir haben muss und danke auch an Julia, ohne die ich das sicherlich nicht geschafft hätte.

Hier geht es zu den Daten des Laufs und hier zur Urkunde: Urkunde Metropolmarathon 2014 42,195 km.

Nachtrag

Mittlerweile gibt es ein paar Bilder von mir während des Laufs.

Friedi

Der Autor:
Seit ich endlich wieder ein Gewicht von ca. 80 kg habe, macht mir das Laufen wieder richtig Spaß. Das erste große Ziel war der Halbmarathon beim 2013er Weltkulturerbelauf; das lief hervorragend. Was jetzt kommt, weiß ich ehrlich gesagt noch nicht. Ist aber auch egal, da ich ohnehin einfach weiter machen werde. Mir geht es super seitdem ich regelmäßig Sport treibe und das soll auch in Zukunft so bleiben. Hier gibt es mehr über mich.

  9 Responses to “Metropolmarathon in Fürth”

Comments (2) Pingbacks (7)
  1. Starke Leistung
    Gratulation zum ersten Marathon!

    • Grüß dich Udo! Vielen Dank für den Glückwunsch!!!
      Ja, ich bin mit mir zufrieden 😎
      Da hättest du auch dabei sein können …

 Leave a Reply

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

(benötigt)

(benötigt)