Feb 062014
 

Gestern musste ich unbedingt meine neuen Laufschuhe testen. Die Saucony Kinvara TR2. Das Muss kam einfach aus der Enttäuschung über die letzten Schuhe (Brooks Cascadia 9) und ich dachte mir, bei diesem Test setze ich meine Erwartungen höher an und deshalb lief ich nahezu ausschließlich Asphalt, was für einen Trail-Schuh nicht gerade der optimale Laufuntergrund ist. Und weil ich schon dabei war, dachte ich mir, mach es noch etwas härter und mach ein Fahrtspiel daraus  😈

Hier sind erst mal die Schuhe.

Wer bei den Kinvara TR2 einen Laufschuh wie den herkömmlichen Kinvara 4 oder eben den Vorgänger Kinvara 3 erwartet, dem sei gesagt, dass auch dieser Schuh eine deutlich härtere und unflexiblere Sohle hat. Das macht das Laufen auf reinem Asphalt natürlich im wahrsten Sinne des Wortes härter. Aber die Sohle ist nich all zu dick und bleibt dadurch flexibel.

Während des Laufes fiel die harte Sohle vor allem beim Bergablaufen auf. Die Stöße sind hier doch deutlich härter, als beim normalen Kinvara und auch bei den Tempoeinheiten merkte man die härte des Schuhs deutlich. Dennoch muss ich sagen, dass dieser Schuh bei mir bleiben wird, da er für Trails mit Sicherheit gut geeignet ist. Die Sohle hat ein Profil, was ein Abrutschen abseits des Asphalts gut verhindert und das Obermaterial ist auch deutlich stabiler als beim normalen Kinvara. Trotz des festeren Obermaterials bleibt der Schuh bequem.

Mit dem Kinvara TR2 ist Saucony ein guter Trailschuh gelungen, der sicherlich potential nach oben bietet, aber für mich derzeit die erste Wahl ist. Der Platz nach oben bezieht sich vor allem auf die harte Sohle, da ich der Meinung bin, dass man das besser machen kann.

Hier die Trainingsdaten vom gestrigen Lauf.

Update: Hier ist der Bericht zum 2. Testlauf mit den Kinvara TR2.

Nov 212012
 

Kürzlich kaufte ich mir ein Buch zum Thema laufen. Nein, nicht die Laufbibel oder sonstige Literatur, die auf das Laufen medizinisch oder sonst einer wissenschaftlicher Form beleuchtet. Es ist einfach eine Sammlung von leicht überzogen Geschichten aus dem Alltag eines Läufers.

Da kommen solch niedliche Statements wie folgendes vor:

Papa, was ist ein Wettbewerb? Ein Wettbewerb, mein Sohn, ist, wenn du und Karlchen Konzelmann von schräg gegenüber und Kevin Brömmer von nebenan nach dem Startschuss um die Wette ins Ziel lauft. Und wenn du nicht als erster von Euch dreien ankommst, bekommt du den Arsch versohlt und eine Woche keinen Nachtisch. Das nennt man Bambini-Lauf.

Wie der Titel des Buches ist genauso witzig, wie für mich durchaus vorstellbar. Stell‘ dir einfach vor, du läufst deinen ersten Halbmarathon und bist bei Kilometer 18 ausgepowert und am Ende. Plötzlich rennt jemand aus dem Publikum zu dir und brüllt dir ins Ohr „Lauf, du Sau!“; mich persönlich würde das motivieren.
Als ich persönlich vor kurzem bei einem Lauf (kein Wettbewerb) einen totalen Leistungseinbruch hatte, musste ich genau an diese Stelle des Buches denken. Plötzlich breitete sich ein Lächeln auf meinem Gesicht aus und ich dachte mir „Lauf, du Sau!“ und es ging wieder.

Bei fast allen Kurzgeschichten kam ich kaum heraus aus dem Lachen. Das Buch ist wirklich recht kurzweilig geschrieben, wenn es auch mit Sicherheit nicht zur großen Literatur des 21. Jahrhunderts gehört.

Lauf, du Sau! ist einfach lesenswert 😎

Okt 252012
 

Da ja nun wieder die kalte und damit leider auch dunkle Jahreszeit vor der Tür steht, habe ich mir kürzlich eine neue Stirnlampe zugelegt. Da ich mit Billigprodukten leidliche Erfahrungen machte, habe ich mich dieses mal entschieden, etwas mehr Geld auszugeben und mir eine vernünftige Stirnlampe zugelegt.

Meine Wahl fiel auf die LED LENSER H7R der Firma Zweibrüder.

Die Lampe liegt zwar preislich immerhin bei ca. 50 EUR, dafür wird sie aber komplett mit Akkus und zugehörigem Netzteil ausgeliefert, was gegenüber den meisten anderen Stirnlampen ein wirklicher Benefit ist.

Die Lampe ist für Jogger m.E. ideal. Sie wiegt gerade mal 120 Gramm und wird mit 3 x AAA / Akkus betrieben (man kann auch normale Batterien verwenden).

Was mich wirklich fasziniert an dieser Lampe, ist die enorme Helligkeit. Sie liefert einen Lichtstrom von 200 lm und hat eine Leuchtweite von bis zu 150 m. Braucht man das wirklich? Wenn du, wie ich, gerne im Wald läufst, wo es wirklich verdammt düster ist, dann ja. Es ist wirklich angenehm, den Weg hell erleuchtet beim Rennen zu sehen; vor allem nicht nur 2 – 3 Meter vor deinen Füßen, sondern eben ausreichend weit, um Äste, Wurzeln, Steine und was eben sonst noch so auf Waldwegen liegt, frühzeitig zu erkennen.

Die Helligkeit der Lampe lässt sich stufenlos dimmen und das Linsensystem erzeugt sowohl ein breites, kreisrundes Nahlicht, als auch ein scharf gebündeltes Fernlicht. Der Lampenkopf ist um 90° schwenkbar und damit ist der Lichtstrahl natürlich perfekt anpassbar an die persönlichen Bedürfnisse.

Ich habe die Lampe heute Morgen zum ersten mal beim Rennen getestet und ich war begeistert. Selbst auf den düsteren Waldwegen beim heutigen Lauf hatte ich ausreichend Licht.

Ich kann diese Stirnlampe wirklich jedem Läufer empfehlen, der Wert darauf legt, eine hell ausgeleuchtete Strecke vor sich zu haben.

Okt 222012
 

Bei runners point ist das Super-Set für den Winter eingetroffen!

Wer sich derzeit bei Runners Point einen Laufschuh kauft, kann für 40 EUR das Super-Set kaufen. Es besteht aus Langarmshirt, langer Hose und einem Paar Laufsocken. Das Set normal gekauft kostet zusammen über 90 Euro.

Meine Meinung

Ich habe mir kürzlich den Adrenaline von Brooks gekauft (auch runtergesetzt auf unter 100 EUR) und das Super-Set dazu genommen. Die Qualität der Hausmarke passt meiner Meinung nach und ein Komplettoutfit zum Preis von 40,00 EUR bekommt man nicht alle Tage. Wenn man ohnehin Schuhe braucht, zugreifen so lange noch was da ist!

Okt 162012
 

Immer wieder fragt man sich ja mal, wie lange so ein Laufschuh wohl hält und da erhält man relativ viele, zum Teil sehr unterschiedliche Meinungen. Ich dachte immer, Laufschuhe halten 1000 km und gut ist’s. Als ich diese Meinung hatte, waren 1000 km für mich erst mal ewig weit und locker gleich zu setzen mit einem Jahr joggen. Mittlerweile hat sich das bei mir geändert. Zum einen laufe ich mehr und zum anderen ist diese Aussage schlicht und einfach Blödsinn!

Dass an solch einer pauschalen Aussage nicht all zu viel dran sein kann, sollte eigentlich jedem klar sein, der mal tiefer darüber nachdenkt. Wie kann ein und der selbe Schuh die gleiche Haltbarkeit haben, wenn die Menschen die ihn laufen so völlig unterschiedlich sind? Da gibt es schwere Menschen und leichte Menschen und gerade hier scheint es doch mehr als logisch, dass ein unterschiedlicher Abnutzungsgrad bei gleicher Kilometerleistung vorhanden ist, oder? Aber es gibt ja auch noch andere Faktoren, die mit Sicherheit auch nicht unerheblich sind:

  • Lauftechnik
  • Bodenbeschaffenheit / Laufuntergrund
  • Alter des Materials
  • Herstellungstoleranzen
  • Nutzungsfrequenz
  • Typ des Schuhs (z.B. Training oder Wettkampf)

Ist ja alles schön und gut, aber was soll man denn jetzt machen? Wann soll man denn nun den Schuh austauschen und in die Ecke schmeißen? Ich kann an dieser Stelle nur empfehlen, auf keinen Fall die 1000 km auszureizen. Fakt ist nun mal, dass wenn du dir den gleichen Schuh, den du gerade läufst, neu kaufst wirst du bereits nach 500 km deutliche Unterschiede feststellen. Oder krasser ausgedrückt, du wirst denken, dass ist ein ganz anderer Schuh.

Natürlich kann man sich nicht alle 300 km neue Laufschuhe kaufen (außer man hat wirklich zu viel Geld) und deshalb gilt es, einen guten Mittelweg zu finden. Ich persönlich laufe einen Schuh ca. 600 km und kaufe mir dann einen neuen Schuh. Ja, das ist bald, allerdings werfe ich jetzt den alten (quasi gerade eingelaufenen) Schuh nicht weg, sondern ich wechsle die Schuhe durch. Also laufe ich heute den neuen Schuh und das nächste mal den alten usw.

Ob man den alten Schuh wirklich 1000 km laufen kann, kann ich nicht beurteilen. Allerdings würde ich einfach auf meinen Körper hören. Spätestens wenn ich Schmerzen bei relativ kurzen Läufen bekomme, die ich beim neuen Schuh nicht habe, fliegt der Schuh. An dieser Stelle sparen ist definitiv die falsche Stelle.