Apr 242014
 

Gestern nach Feierabend ging ich noch eine Runde laufen und während des Laufs festigte sich der Entschluss, das Kapitel FR 610 in meinem Läuferleben zu beenden. Was ich bei diesem Lauf an Pulsdaten geliefert bekam schlug alles biher dagewesene in den Schatten.

Bereits am Sonntag nervte mich der FR, als er einen Ruhepuls von 170 anzeigte und als ich dann meinen langen Lauf machte, war die Messung im ersten viertel des Laufes alles andere als zuverlässig (siehe Screenshot 1). Die grün umrahmten Messungen haben mit Sicherheit nichts mit der Realität zu tun.

Screenshot 1

Screenshot 1

Als ich dann am Dienstag einen Tempolauf machte, wurde das Ganze noch bizarrer. Die ersten zwei Kilometer konnte man quasi abhaken, da die Messung wirklich nicht mehr als solche zu bezeichnen war. Danach lief es eine Zeit lang ganz gut, bis dann im letzten drittel des Laufs wieder deutliche Fehler kamen.

Screenshot 2

Screenshot 2

Das Beste kam dann aber beim Auslaufen bei diesem Tempolauf. Wie man ja weiß, dient so etwas ja mehr der Regeneration der Muskeln. Dass ich mit erhöhtem Puls laufe, war mir ja klar, da mein Körper ja schließlich vorher 12 km recht flott unterwegs war. Was die Pulsmessung des FR 610 anzeigte, spottete aber jeder Beschreibung.

Screenshot 3

Screenshot 3

Ich bin wirklich niemand, der zu großen Wert auf den Puls während des Laufs legt, aber derartige Fehlmessungen führen eben leider auch zu falschen Prognosen in meiner Laufsoftware und ich verwende diese Prognosen schon recht gerne, um mich einigermaßen auf Wettkämpfe einzustimmen. Ganz abgesehen davon, habe ich mir das Ding ja auch u.a. für Pulsmessung gekauft. Schätzen könnte ich auch ohne teure Gerätschaften 👿 Ach ja, selbstverständlich versuchte ich, das Problem mit einer neuen Batterie im Sensor zu beheben. Leider ohne Erfolg.

Die Pulsmessung alleine wäre dann noch nicht mal das Hauptproblem. Ich denke, dass man das mit Reparatur bestimmt wieder in den Griff bekäme. Allerdings gibt es da noch ein anderes Problem, was sich meines Erachtens nur durch einen Austausch beseitigen lässt und auch dieser Austausch würde mein Vertrauen in das Produkt nicht mehr zurück bringen.

Das Problem ist die Rückseite des FR 610. Die galvanische Beschichtung beginnt sich aufzulösen. Überall auf der Rückseite sind kleine Krater von Korrosion zu erkennen und an manchen Stellen schimmert bereits das Kupfer durch.

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Mal abgesehen davon, dass es zum einen nicht schön aussieht und zum anderen m. E. bei einer Sportuhr absolut nicht passieren darf, ist da noch das leidliche Problem, dass galvanische Beschichtungen normalerweise in drei Stufen aufgebaut sind: Kupfer, Nickel, Chrom. Gerade Letzteres macht mir – ich bin Allergiker – doch Probleme, da es zu Hautreizungen führt und ich ohnehin nicht gewillt bin, etwas auf meiner Haut zu tragen, das so reagiert.

All diese Dinge haben mich nun dazu bewogen, das Kapitel Garmin zu schließen und mir ein neues Spielzeug zuzulegen (dazu ein ander Mal mehr). Heute tritt der FR 610 die Rückreise zu Amazon an und damit ist die Sache für mich erledigt. Amazon erstattet mir den Kaufpreis komplett und übernimmt nach 20 Monaten (!) die Garantieabwicklung. Ich muss gestehen, dass ich das richtig gut finde; ein Service, den man selten findet.

Dez 222012
 

Wie ihr ja lesen konntet, war das Shirt mit den integrierten Sensoren von Adidas bislang nicht der Bringer. Eigentlich wollte ich das Teil ja umtauschen (ich bin der Meinung, dass das der gute Wille von mir war) um zu sehen, ob es vielleicht mit einem noch engerem Shirt geht, wobei ich mir beim besten Willen nicht vorstellen kann, dass ich mich da noch wohl fühle.

Bei Adidas sagte man mir dann, dass das ja zum einen reduzierte Ware wäre und zum anderen zähle das Shirt zu Unterwäsche (?), die ja generell vom Umtausch ausgeschlossen sei. Nun, da diese Unterwäsche aber eben auch ein Technikteil ist, welches seine Produktspezifikation zumindest für mich (aus welchen Gründen auch immer) nicht erfüllt, gab ich es als defekt zurück. Nun kommt der Hammer: Nicht, dass ihr denkt, man würde einfach ein anderes bekommen, um den Mangel zu beseitigen, nein es wurde tatsächlich eingeschickt!

Bis jetzt entwickelt sich die Sache für mich immer mehr zu einem Servicedesaster seitens Adidas. Wenn das die Auffassung von Service ist, ist es bei Adidas nicht gut um die Kundschaft bestellt.

Wie sich übrigens herausstellte, habe nicht nur ich Probleme mit diesen Hightech-Klamotten. Meine Freundin hat einen BH mit eingearbeiteten Sensoren (von der selben Firma) und hat auch Probleme. Kaum fängt sie zu schwitzen an, spielt die Herzfrequenz verrückt. Ich werde also auch dieses Technikteil als defekt zurück geben.

Naja, warten wir mal ab, was dabei rauskommt. Wenn das nächste Shirt wieder nicht funktioniert, werde ich es wieder als defekt zurück bringen. Danach haben sie nur noch einmal, da dann drei mal nachgebessert wurde und ich bekomme mein Geld wieder. Adidas beweist für mich einmal mehr, dass wir in Deutschland in einer Servicewüste leben 🙁