Feb 062016
 

Eigentlich wollte ich ja gestern laufen und bis zur Mittagspause freute ich mich sogar richtig drauf, da ich ja, wie die meisten wissen, nicht all zu viel drauf gebe, ob das Wetter gerade mal gut oder schlecht ist.
Allerdings war es bei mir ab ca 13 Uhr vorbei mit der Motivation. Ich fühlte mich unglaublich schwach und auch sehr müde und kam daher zum Schluss, dass es keine gute Idee wäre, wenn ich laufen gehe. Ich beschloss den Lauf auf Samstag zu legen.

Nachdem ich dann heute morgen Fleisch beim Biobauern holte, zog ich mir meine Laufklamotten an und absolvierte meinen Freitagslauf ausnahmsweise am Samstag. Das Wetter war herrlich und ich genoss den Lauf.

In Walsdorf traf ich meinen Freund, den Trauerschwan, der in letzter Zeit sehr oft dort anzutreffen ist. Ich frage mich, was er dort hat? Ich sah ihn nie mit Partner. Dieses Mal nahm ich mir ne halbe Minute Zeit und filmte diesen wirklich wunderschönen Vogel.

Danach ging es auf gewohnten Pfaden weiter und auf den letzten drei Kilometern sah ich dann die ersten Vorboten des Frühlings, die mir auch wieder ein Lächeln ins Gesicht zauberten.

Schneeglöckchen

Die letzten zwei Kilometer und den Hügel hoch wurde noch mal Tempo gemacht. Irgendwie muss ich ja mal wieder an ein bisschen Kondition ran kommen 😈

Hier sind die Daten.

Mai 052015
 

Am letzten Sonntag war es also endlich wieder so weit: der Tag des 7. Weltkulturerbelaufes war endlich da! Ich bin ja eigentlich eher der Wettkampfmuffel, aber der Weltkulturerbelauf ist so ein Ereignis, an dem ich wirklich teilnehmen muss und auch will.

Startmaterial

Startmaterial

Im Vorfeld des Weltkulturerbelaufs war bei mir natürlich auch Training angesagt, was leider nicht so lief, wie ich das gerne gehabt hätte. Ich dachte mir letztes Jahr nach meinem Marathon in Fürth noch, mein neues Ziel für den 7. WKEL ist die Sub 90. Das war zwar ehrgeizig, aber meiner Meinung nach durchaus erreichbar. Die Schmerzen in meiner Leiste (wie sich herausstellte, eine Schambeinentzündung) machten aber ein hartes Training, was dafür nötig gewesen wäre, unmöglich.
Aber aufgeben wollte ich auch nicht und deshalb setzte ich mir ein neues Ziel und das war 1:45:00 für den Halbmarathon. Das musste einfach drin sein! Bei der Trainerin ist das einfach ein Muss; Julia, vielen Dank für alles!

Als wir am Sonntag dann zum P&R-Parkplatz am Heinrichsdamm fuhren und dort auch parkten, packte mich mal kurz der Groll. Zwar waren die Shuttlebusse umsonst, aber es wurde regulär Parkgebühr erhoben. Ich kann das nicht ganz nachvollziehen, da der Parkplatz normalerweise am Sonntag ziemlich leer ist und schließlich ist der WKEL ja auch eine gute Werbung für Bamberg. Vielleicht überlegen sich das die Stadtwerke Bamberg ja mal für den (hoffentlich) nächsten WKEL.

Stadtwerke Bamberg ...

Stadtwerke Bamberg …

Die Organisation rund um den WKEL (auch was die Shuttlebusse angeht!) war wieder einmal grandios und ich behaupte mal, dass das Team des WKEL wirklich verdammt gute Arbeit geleistet hat.
Nur eine Sache werde ich wohl nicht (nie!) so ganz verstehen: bei über 3000 Startern eine Startgasse, bei der nur 2 Läufer auf einmal durchlaufen können, ist etwas daneben. Wenn man den Stau bei der Altenburg wirklich bekämpfen will, würde ich persönlich Startblöcke definieren und für die vorderen Startblöcke auch einen Nachweis verlangen, dass der- oder diejenige die Zeit auch schaffen kann (durch andere Läufe). Das könnte man bereits bei der Anmeldung mit einbeziehen und dem entsprechenden Starter eine Markierung auf der Startnummer geben. Soll aber nur als Verbesserungsvorschlag verstanden werden 😎 Die Organisation war wirklich großartig!

Die Atomsphäre war trotz des erstmals miesen Wetters (Regen und nicht warm) wieder einmal hervorragend. Als wir beim Maxplatz eintrudelten, waren gerade die Kids unterwegs und die Menge tobte. Diese Menschenmassen reißen einen einfach mit und ich wollte ehrlich gesagt nur noch eins: LAUFEN!
Aber erst mal war warten angesagt. Ich wartete erst mal den Start des 10,9 km-Laufs ab, bei dem Göga mit lief und dann verging eine weitere Stunde, bis endlich um 15:30 Uhr der Startschuss für meinen Lauf durch die Startgasse donnerte.



Der Lauf war super. Der Regen hätte nicht unbedingt sein müssen, da dadurch das Kopfsteinpflaster in der Altstadt wirklich richtig fies wurde und wohl auch den einen oder anderen Läufer zu Fall brachte, aber die Temperatur war fürs Laufen optimal.
Was mich wirklich überraschte, waren die vielen Zuschauer entlang der gesamten Strecke, die trotz des schlechten Wetters (zumindest für Zuschauer) nach Bamberg kamen, um uns Läufern beizustehen. Liebes Puplikum beim WKEL, ihr seid wirklich mit Abstand das beste Puplikum, das ich bis jetzt bei einem Laufwettkampf gesehen habe! Danke euch allen!!!
Nichts desto Trotz muss man die Strecke alleine laufen. Die Zuschauer unterstützen einen, aber sie tragen dich nicht 😉 Und die Strecke des WKEL kann einem durchaus auch Demut lehren. Wer die ersten 7 Kilometer zu schnell angeht, darf die restlichen 14 km Buse tun 😈  Wer es richtig macht, hat nach den Schmerzen der Aufstiege einen guten Lauf vor sich, bis dann der Dom und der Jakobsberg kommen, die einem doch noch mal einiges abverlangen.
Nach der Jakobskirche wird dann der Endspurt eingeleitet. Ich muss gestehen, dass ich bei dem Lauf durch die Alte Hofreit doch etwas Bammel wegen des Kopfsteinpflasters bekam. Da war es schon rutschig 😯  Aber es lief alles gut und spätestens ab der Oberen Brücke war dann quasi Zielkanal angesagt. Ab hier wird man wirklich fast getragen von den Menschen, die einem zujubeln. Einfach top!!! 😀

Als ich den Zielbogen sah, fiel mein Blick auf die Uhr mit der Bruttozeit und ich konnte mir ein Lächeln nicht verkneifen. Die Uhr zeigte eine Zeit von 1:40:12. Mein Ziel, die 1:45:00 habe ich erreicht und sogar deutlich unterschritten. Meine Nettozeit betrug 1:39:02! Damit war ich fast 7 Minuten schneller als beim WKEL 2013 (1:45:54). Ich freu mich wie’d Sau und werde es diese Woche mit dem Training mal ganz ruhig angehen lassen; vielleicht am Donnerstag wieder  😉

Am meisten freute es mich, die ganzen Leidensgenossen zu sehen: Julia, Jessi, Ben (HAMMERZEIT!!!), Elke (Glückwunsch zum dritten Platz!), Sascha, Roland (Sub 90; Wahnsinn!) und, und, und …
Elisabeth sah ich leider nicht mehr, aber ich sah, was sie erreichte. Elisabeth, herzlichen Glückwunsch zum 1. Platz deiner Altersgruppe! Wahnsinn!

Hier ist noch meine Aufzeichnung des Laufs.

Natürlich gibt es auch eine Urkunde: Weltkulturerbelauf 2015 – Urkunde von Marco, 21,1 km

Aug 152014
 

Nach meinem letzten langen Lauf fiel mir mal wieder an meinem Körper etwas auf, was ich zwar schon öfter sah, aber leider noch nie festhielt. Diesmal lag die Kamera aber griffbereit in der Nähe und deshalb habe ich es jetzt mal aufgenommen.

Die Aufnahme zeigt meinen rechten Wadenmuskel. Wie man unschwer erkennen kann, zuckt es da recht heftig. Der Witz daran ist, dass ich das nicht bewusst auslöse. Ich liege da nach meinem langen Lauf, um einfach ein wenig zu entspannen und dann geht das einfach los.

 

 

Hat da vielleicht irgendwer eine Erklärung dafür?