Apr 132014
 

Heute morgen stand ich um 6:45 Uhr auf. Nicht etwa, weil ich Lust dazu hatte, sondern weil ich musste. Mir fiel das heute nicht leicht, da wir ja gestern den Geburtstag meiner allerliebsten Ehefrau feierten und es doch recht spät wurde. Aber um 8:45 Uhr war Start des Halbmarathon in Bad Staffelstein und da musste ich dieses mal einfach hin.

Mein größtest Problem beim heutigen Wettkampf war die Frage des Frühstücks. Was kann man essen, wenn man nicht mal zwei Stunden später schon zum Wettkampf startet? Zuerst dachte ich an Spiegeleier, hatte aber Angst, dass mir die zu stark auf den Magen bzw. den Darm schlagen. Ich entschied mich dann für zwei Rippen der Ovomaltine-Schokolade und einen Kaffee. Ich dachte mir, das hat zumindest die Kohlenhydrate für die ersten paar Kilometer und leicht verdaulich ist das Zeug auch.

Danach packte ich noch meine paar Sachen zusammen und ab ging es nach Bad Staffelstein. Vor Ort traf ich dann Elisabeth, Bernd, Julia und Jessi. Wir hatten bestes Wetter und die Temperatur von 11 °C war für einen Wettkampf schlichtweg ideal. Meine angepeilte Zielzeit war 1:35.

Wie üblich lief ich den ersten Kilometer zu schnell, pendelte mich dann aber relativ schnell ein und merkte auch recht bald, dass mehr gehen könnte, als die angepeilte Zeit. Ich gab der Sache eine Chance 🙂 Der Streckenverlauf ist recht angenehm und führt durch eine schöne fränkische Landschaft mit Sicht auf Kloster Banz und den Staffelberg. Nicht so schön war es zwischen Kilometer 17 und 18. Stur entlang der Bahnschiene mit Gegenwind und leichter Steigung. Dort verlor ich auch eine meiner Trinkflaschen, aber da ich mein nächstes Opfer im Visier hatte, war mir das egal.

Ich weiß nicht warum, aber ich finde die letzten drei Kilometer eines Wettkampfes einfach die schlimmste Phase. Diese elenden drei Kilometer wollen einfach nicht enden. Zum einen gingen die Reserven aus dem letzten Gel von Kilometer 14 langsam zu ende und zum anderen zog ich das Tempo auch ein wenig an 😈

Als ich auf den Zielkanal zu lief, sah ich eine Zeit von 1:33 irgendwas und ich dachte mir “Yep, das ist es!”. Meine Nettozeit war dann 1:33:04. Das ist sie, meine neue persönliche Bestzeit! Ich bin heute stolz wie Bolle 😎

Im Ziel traf ich dann Roland, der eine top Zeit lief (1:28) und wir plauderten ein wenig. Ich holte mir meine Finishermedaille und das Finisherbier 🙂 Danach ging es mit Julia, Elke und Jessi zurück zum Auto (Julia, danke fürs hin fahren) und zurück nach Hause.

Es war ein toller Lauf, der gut organisiert war und richtig Spaß machte. Hier sind noch die Daten des Wettkampfes.

Nachtrag

Mittlerweile gibt es sowohl das Zieleinlaufvideo als auch die Urkunde. Ich denke, mit dem Platz 18 meiner Altersklasse kann ich zufrieden sein und in der Gesamtwertung erreichte ich immerhin den 87. Platz (immerhin 930 Finisher).

Friedi

Der Autor:
Seit ich endlich wieder ein Gewicht von ca. 80 kg habe, macht mir das Laufen wieder richtig Spaß. Das erste große Ziel war der Halbmarathon beim 2013er Weltkulturerbelauf; das lief hervorragend. Was jetzt kommt, weiß ich ehrlich gesagt noch nicht. Ist aber auch egal, da ich ohnehin einfach weiter machen werde. Mir geht es super seitdem ich regelmäßig Sport treibe und das soll auch in Zukunft so bleiben. Hier gibt es mehr über mich.

  4 Responses to “Obermainmarathon – HM-Distanz”

Comments (2) Pingbacks (2)
  1. OMG! Was für eine unglaubliche Zeit. Herzlichen Glückwunsch zur neuen PB! Super gelaufen und klasse Renneinteilung. Das Tempo auch noch bei diesen letzten Kilometern zu verschärfen, muss man auch erst einmal in den Beinen haben. 

    • Ganz, ganz lieben Dank! Das macht mich ganz verlegen 😳

      Was das Verschäfen auf den letzten Kilometern angeht, sind es bei mir weniger die Beine, als die Atmung. Da denkt man einfach jeden verdammten Schritt, es geht nicht mehr.

      Ich weiß jetzt aber, dass ich zwischen Kilometer 14 und Ziel noch ein Gelpack gebraucht hätte. Zukünftig werde ich bei den Kilometern 5, 12 und 16 Gel schlürfen.

      Aber ja, ansonsten lief es super 😎

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