Mai 302013
 

Als ich das Buch Born to Run las, wurde ich verständlicherweise neugierig auf diesen Power-Drink der Running People und ich ich musste das Zeug selbstverständlich probieren. Das Getränk wird auch Chia Fresca genannt und besteht eigentlich aus nichts anderem als aus Wasser, Chia-Samen, Zitronensaft und Honig.

Ich habe das Getränk mittlerweile selbst ausprobiert und das Resultat davon war mein bisher längster Lauf. Es mag sein, dass da auch Einbildung dabei ist, aber letzten Endes ist ja auch das eine Wirkung. Wobei ich davon ausgehe, dass vor allem die Hydrierung seinen Teil dazu beigetragen hat. Auch kam fast während des gesamten Laufes nie das Gefühl von Erschöpfung auf.

Zutaten

  • 300 – 350 ml Trinkwasser
  • 3 TL Zitronensaft (frisch gepresst)
  • 1½ EL Chia-Samen
  • Honig (nach Belieben)

Zubereitung

Ich gebe die Chiasamen erst ins Wasser und lasse sie über Nacht aufquellen. In der ersten halben Stunde sollte man ein paar mal rühren, da sie sonst verklumpen. In dieser Zeit quellen die Samen auf ein Vielfaches ihres ursprünglichen Volumens.

Chia-Samen

Chia-Samen

eingeweichte Chia (3 TL)

eingeweichte Chia (3 TL)

Das mit den Chiasamen versetzte Trinkwasser vermischt man nun mit dem Zitronensaft (statt Zitronen kann man auch Limetten nehmen). Danach süßt man das Wasser nach belieben mit Honig (oder Stevia oder was auch immer).

Limette

Limette

Honig und Limettenwasser

Honig und Limettenwasser

Das Zeug schmeckt m. E. recht gut (mir schmeckt halt Zitronenwasser) und es ist wirklich ein wahrer Energielieferant. In Verbindung mit Kohlenhydraten ist es ideal für den Ausdauersport, da es ja zum einen die Kohlenhydrate langsamer verfügbar macht und zum anderen auch als Wasserspeicher dient.

Powerdrink Iskiate

Powerdrink Iskiate

Inhaltsstoffe von Chia-Samen

Diese Chiasamen haben es in sich und strotzen nur so mit allem, was der (Sportler-) Körper begehrt.

  • hoher Anteil an Pflanzenfasern: 11 Gramm pro 28 Gramm
  • vollständiges pflanzliches Protein (alle neun essentiellen Aminosäuren): 4 Gramm je 28 Gramm
  • glutenfrei
  • beste pflanzliche Quelle von Omega-3 Fettsäuren (besser als Leinöl)
  • ideales Verhältnis Omega-3 zu Omega-6 Fettsäuren
  • hoher Gehalt an Antioxidantien
  • Bor
  • Calcium
  • Eisen
  • Kupfer
  • Phosphor
  • Kalium
  • Mangan
  • Zink
  • Vitamine A, B1, B2, B3, B5, B6, C, D, E, K
  • Cholin
  • Folsäure

Gesundheitliche Wirkung

Chia Samen absorbieren das 9 – 14-fache ihres ursprünglichen Volumens an Wasser und sind daher das perfekte Nahrungsmittel, um
hydriert zu bleiben (was ja für Ausdauersportler besonders wichtig ist). Chia hilft auch dabei, natürliche, unraffinierte Kohlenhydrate nur langsam in den Blutkreislauf gelangen zu lassen (das ist besonders bei längeren Strecken mehr als vorteilhaft). Durch diese langsamere Aufnahme der Kohlenhydrate wird auch der Appetit gezügelt, da es eben keine Blutzuckerspitzen und damit auch keine erhöhten Insulinspiegel gibt.

So ganz nebenher senkt Chia wohl auch den Cholesterinspiegel (das wird sich bei meinem nächsten Blutbild heraus stellen).
Der glykämische Index von 28 Gramm Chia Samen liegt bei 1. Das ist lächerlich wenig und bedeutet, dass Chia Samen eine sehr langsame Glukoseabsorption verursachen. Das heißt, dass der Blutzuckerspiegel durch Kohlenhydrataufnahme nur langsam steigt und stabil bleibt, was wiederum zu einem gleichmäßigen Insulinbedarf führt (sollte für Diabetiker also auch recht gut sein).

Fazit

Zusammenfassend kann man also behaupten, dass Chia Energie gibt, aufgrund der Omega-3 und Omega-6 Fettsäuren im idealen Verhältnis die Gefahr von Herz-Kreislauf-Erkrankungen senkt und die Hydrierung verbessert.

Ich persönlich habe mein Sportgetränk gefunden!

Feb 242013
 

Da ich ja der Meinung bin, dass Fitness nur funktionieren kann, wenn man sich einigermaßen gesund ernährt (klar Sünde muss gelegentlich sein; man lebt schließlich nur einmal), poste ich hier gelegentlich auch ein paar Rezepte, die den ein oder anderen vielleicht mal dazu bringen, von der Fertignahrung aus dem Supermarkt weg zu kommen.

Heute poste ich mal ein Fischrezept. Zum einen schmeckt es einfach verdammt gut, ist gesund und ist zudem auch noch ein Hingucker mit dem man bei Gästen durchaus auch mal Eindruck schinden kann. Um das Ganze rund zu machen, ist es auch noch relativ einfach umzusetzen.

Zutaten (für zwei Personen)

  • 1 Red Snapper (ca. 800 Gramm; man kann das mit nahezu jedem Fisch machen)
  • 400 g Kartoffeln
  • 3 Karotten
  • 1 Stange Porree
  • ¼ Knollensellerie
  • 2 Stangen Staudensellerie
  • 1 rote Paprika (muss nicht sein)
  • 1 Knolle Fenchel (ich hatte leider keinen)
  • 1 Zitrone
  • Blattpetersilie
  • 1 Glas Weißwein
  • 30 g Butter

Zubereitung

Das Gemüse wird erst mal grob geschnitten und dann als Bett für den Fisch auf Alufolie (ich nehme da die breite Ausführung) ausgebreitet. Bei der Alufolie nehme ich ca. die dreifache Länge des Fisches.

In der Zwischenzeit kocht man die Kartoffeln in leicht gesalzenem Wasser vor, dass sie noch nicht ganz gar sind.

Der Fisch wird geputzt und von innen und außen gesalzen und gepfeffert. Dann werden 2 – 3 Scheiben einer Zitrone zusammen mit frischer Blattpetersilie gegeben und auf das Bett aus Wurzelgemüse gegeben. Je nach Fisch kann man auch gleich die seitlichen Flossen und die Rückenflossen abschneiden (die Dinger können einen zum einen fies stechen und zum anderen die Folie kaputt machen).

Um den Fisch herum lege ich dann die Kartoffeln. Das sieht später beim Auspacken einfach gut und aufgeräumt aus. Danach wird die andere Hälfte der Folie überschlagen und die zwei Seiten durch Falten zugemacht. Man gießt dann den Weißwein in die Folientasche und legt die Butter dazu. Dann verschließt man die letzte Seite des Beutels und legt ihn vorsichtig in den auf 180 °C vorgeheizten Backofen.

Nach ca. 40 Minuten ist der Fisch gar und man holt den Beutel vorsichtig wieder aus dem Ofen, legt ihn auf einen großen Teller und serviert. Am Tisch kann öffnet man dann den Beutel, was zum einen einen echten Aha-Effekt auslöst und zum anderen ein tolles Aroma am Tisch frei gibt. Das Fleisch löst sich nahezu von selbst von den Gräten, ist saftig und vom Geschmack her unverfälscht. Das Gemüse und die Kartoffeln sind eine ideale Beilage und der Sud eine tolle Soße.

Vorsichtig beim Öffnen des Beutels, da der entweichende Dampf wirklich verdammt schmerzhaft sein kann!

Tipp zum Fischkauf

Lasst euch keinen Mist andrehen! Die auffälligsten Merkmale bei frischem Fisch sind der Geruch (er riecht zwar nach Fisch, stinkt aber nicht), klare Augen und tiefrote Kiemen. Lasst euch das Zeigen! Sind die Augen trüb oder die Kiemen nur schwach rot oder gar rosa, lasst die Finger davon.

Infos

Bei 800 Gramm Fisch dürften bei dieser Sorte ca. 400 Gramm Fleischanteil übrig bleiben. Pro Person also 200 Gramm. Das bedeutet ca. 40 Gramm Eiweiß bei gerade mal 5,2 Gramm Fett, wovon 0,4 Gramm Omega-3-Fettsäuren sind. Die Portion Fisch hat gerade mal 210 kCal. Rechnet man nun noch die Butter (ca. 125 kCal pro Person) und die 200 Gramm Kartoffeln (140 kCal) dazu, macht das pro Person 475 kCal bei einem Anteil an Kohlenhydraten von gerade mal 30 Gramm, die bei ein bisschen Bewegung nahezu verpuffen.

Feb 192013
 

Kürzlich haben wir uns mal wieder ein Flank Steak gegönnt. Für diejenigen unter euch, die das noch nie probierten unbedingt testen!

Normalerweise grille ich so ein schönes Stück Fleisch, nur muss ich gestehen, dass mir momentan (vor allem nach dem Laufen) nicht der Sinn nach Grillen steht. Dieses Mal musste also wieder die Pfanne herhalten.

Zubereitung

Das Flank wird im ganzen bei mittlerer Temperatur mit wenig Öl (ich nehme Erdnussöl) gebraten, bis es den gewünschten Gargrad hat. Bei diesem Fleisch empfehle ich medium (Kerntemperatur ca. 56 °C), wobei ich pers. gerne auch medium-rare esse. Während des Bratens kein Salz und keinen Pfeffer zugeben; gewürzt wird damit erst kurz vor dem Anrichten.

Für das Anrichten unbedingt das Fleisch quer zur Faser in dünne Streifen schneiden, ansonsten bracht man verdammt gute Kaumuskeln 😈

Als Beilage gab es dazu Feldsalat mit dem Salatdressing aus diesem Post.

Infos

Geht man mal von einer Portion von 250 Gramm Flank Steak aus nimmt man ca. 600 kCal zu sich und dabei gute 60 Gramm Eiweiß. Das Fleisch ist also ein wahrer Proteinlieferant, bei dem man die gerade mal 25 Gramm Fett locker verkraften kann (viel weniger geht ja wirklich nicht).

Nimmt man das Dressing des Salates dazu und isst wirklich viel davon kommt man dann insgesamt auf ca. 800 kCal und 70 Gramm Eiweiß (das ist verdammt viel). Durch das Dressing bekommt man jede Menge Omega-3-Fettsäuren ab und durch den Feldsalat Mineralstoffe wie Magnesium, Eisen und Zink und natürlich auch Vitamin C.

Bilder zum Essen

Feb 022013
 

Nach dem Training will ich was mit viel Eiweiß. Oft ist es bei mir durchaus mal ein Eiweißshake, aber was ich mittlerweile viel lieber mag ist ein Magerquark mit Früchten. Ich persönlich mag da am liebsten einen Apfel rein, weil es einfach schön knackt beim beißen  😎

Zutaten

  • 125 g Magerquark
  • 4 EL Milch (1,5%)
  • 3 TL Leinöl
  • 1 Apfel

Zubereitung

Einfach den Quark mit dem Öl und der milch zu einer homogenen Masse verrühren (je nachdem ob man es dicker oder dünner will, einfach weniger oder mehr Milch zugeben) und dann den Apfel (am besten ungeschält) in kleinen Stücken einschneiden und unterheben. Wer es etwas sauerer will, kann auch einen Spritzer Zitronensaft zugeben.

fertig angerührt echt lecker

Info

Ich persönlich esse das ganz gerne zum Frühstück. Schmeckt toll, hat knapp 20 Gramm Eiweiß und das Leinöl liefert jede Menge Omega-3-Fettsäuren, die durch den Magerquark recht schnell in den Organismus gelangen. Wer weniger Kohlenhydrate will (der Anteil liegt bei ca. 26 Gramm) nimmt einfach Blaubeeren, Himbeeren usw. statt des Apfels.

Feb 012013
 

Meine Göga und ich lieben ja die asiatische Küche und mir wird ja auch immer wieder gesagt, dass ich viel zu selten wokke. Also setzte ich am Wochenende Mungbohnensprossen an und gestern gab es dann ein Freestyle-Wok-Gericht.

Zutaten

  • 400 g Hähnchenbrust
  • 160 g Mie Nudeln
  • 200 g Mungbohnensprossen
  • 150 g Karotten
  • 100 g Champignons
  • 2 Gemüsepaprika
  • 1 Brocoli
  • 5 Blätter Wirsing (gerne auch die dunklen Blätter)
  • 1 Knolle asiatischer Knoblauch
  • 15 g Ingwer (gerne auch mehr)

Für die Marinade braucht man noch folgendes:

  • 8 EL Sojasoße
  • 8 EL Reiswein
  • 2 EL Ketjap Manis
  • 1 EL Reisessig
  • 3 TL Sambal Oleg
  • 2 EL Stärke
  • 1 Ei

Was die Menge und die Zutaten an sich angeht, muss man sich nicht unbedingt genau an die Mengen halten. Ich habe die Mengen nur mal angegeben, damit man ungefähr ein Gefühl dafür bekommt.

Zubereitung

Zunächst stellt man aus den obigen Zutaten eine Marinade her. In die Marinade gebe ich gerne einen Teil des Ingwers und des Knoblauchs, die natürlich vorher fein geschnitten wurden. In diese Marinade legt man am dann das klein geschnittene Hähnchenfleisch am besten für 2 – 3 Stunden ein.

Alles Gemüse wird einfach fein geschnitten, der Wirsing wird in Streifen geschnitten und Ingwer und Knoblauch wird möglichst fein geschnitten. Manche reiben den Ingwer, was m.E. nicht nötig ist.

In den Wok gibt man Soja- oder Erdnussöl (die halten Hitze aus) und gibt als erstes Ingwer und Knoblauch dazu. Wenn der Knoblauch farbe nimmt, wird das Fleisch ohne die Marinade zugegeben und so lange gebraten (immer unter rühren und wenden). Wenn das Fleisch gar ist, nimmt man es aus dem Wok und lässt das restl Öl zurück.

Nun gibt man als erstes das harte Gemüse in den Wok und rührt für ca. 2 Minuten (Karotten, Paprika, Brocoli). Danach kommen Pilze und Wirsing dazu und man rührt weitere 2 Minuten. Zum Schluss wird die Marinade, die bereits gegarten Nudeln und die Sprossen dazugegebn, noch mal alles vermischen und fertig.

Wenn man das Ganze in der Pfanne machen will, sollte man die einzelnen Sachen vielleicht getrennt braten, da man in der Pfanne bei so viel Gemüse kaum die erforderliche Hitze hat.

Infos

Die obigen Mengen reichen locker für vier Personen. Man kann das essen auch gut am nächsten Tag in der Mikrowelle wieder aufwärmen. Ist zwar nicht mehr ganz so lecker aber doch besser als Futter aus der Kantine.

Pro Portion hat dieses Essen etwa 400 kcal. Die Eiweißmenge liegt bei ca. 30 Gramm, Fett bei ca. 15 Gramm und Kohlenhydrate ca. 35 Gramm. Im großen und ganzen eine durchaus gesunde und leckere Mahlzeit.

Die Mungobohnensprossen haben übrigens einen Brennwert von 24 kcal je 100 Gramm, wobei 53% davon vom Eiweiß stammen.